Gesundheitsregion Würzburg – Bäderland Bayerische Rhön konnte sich in der Endrunde des bundesweiten Wettbewerbs der „Gesundheitsregionen der Zukunft“ nicht durchsetzen

Die Gesundheitsregion Würzburg – Bäderland Bayerische Rhön gehört nicht zu den drei Siegern in der Endrunde des bundesweiten Wettbewerbs der „Gesundheitsregionen der Zukunft“. Dies gab das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) heute in Berlin bekannt. Das von der Region eingereichte Entwicklungskonzept konnte sich in der Beurteilung durch die Gutachter nicht gegen die starke Konkurrenz aus dem gesamten Bundesgebiet durchsetzen.

Das Leitthema für das regionale Konzept lautete „Förderung der Gesundheitskompetenz im Bereich kardiologischer Erkrankungen“. In sieben Schwerpunktprojekten sowie einem zentralen Querschnittsprojekt sollte die Gesundheitskompetenz der Bürgerinnen und Bürger, sowohl Gesunder als auch Erkrankter, in der Region in unterschiedlichen Lebensphasen gesteigert werden, um eine nachhaltige Verbesserung ihres Gesundheitsverhaltens bzw. des Umgangs mit einer Erkrankung zu erzielen.

Die gewählten Ansätze deckten von Primärprävention bei Schulkindern über Gesundheitskompetenz in Unternehmen bis hin zur tertiärpräventiven Versorgung älterer Menschen alle Lebenswelten in den wichtigsten Versorgungssektoren der Kardiologie ab. Der Ansatz der gesteigerten Gesundheitskompetenz sollte gerade unter Einbeziehung schwer erreichbarer Zielgruppen untersucht werden, um mit geeigneten Maßnahmen einen bislang vernachlässigten Bereich der gesundheitswirtschaftlichen Wertschöpfung abzudecken. Als überregionale projektbegleitende Partner für die Umsetzungsphase konnten namhafte Institutionen in das Projekt eingebunden werden. Zu ihnen gehören die Bertelsmann Stiftung e. V. in Gütersloh, das Institut für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften der Universität Bayreuth sowie Roland Berger Strategy Consultants in Berlin.

Mit der Projektidee konnte sich die mainfränkische Region im vorvergangenen Jahr gegen eine starke Konkurrenz durchsetzen, als es gelang, bei 85 Bewerbungen unter die zwanzig Finalisten zu kommen – als eines von nur zwei Projekten aus Bayern. Am 5. Mai wurden nun die drei letzten erfolgreichen Siegerregionen im Rahmen des Hauptstadtkongresses in Berlin bekannt gegeben. Zu den nunmehr ausgezeichneten drei Regionen gehören die Konzepte der Gesundheitsmetropole Hamburg (Netzwerk psychische Gesundheit), HIC@RE Gesundheitsregion Ostseeküste (Aktionsbündnis gegen multiresistente Bakterien), und der Metropolregion Rhein-Neckar („Raum für Gesundheit“).

Trotz des negativen Ergebnisses und der damit verbundenen Enttäuschung halten die Projektpartner an ihrem zukunftsfähigen Grundkonzept, insbesondere für eine gemeinsame Trägerstruktur, fest. Nunmehr sollen die Möglichkeiten für ein alternatives Modell für die Etablierung und Finanzierung des Vorhabens sowie eines Clusters der Gesundheitswirtschaft in Mainfranken geprüft werden. Die Partner des gebildeten Netzwerkes sind weiterhin und in der Zukunft vom Willen beseelt, mit den Unternehmen und Partnern der Gesundheitswirtschaft in der Gesundheitsregion Würzburg–Bäderland Bayerische Rhön fortzusetzen.